Kalachakra for World Peace

Graz 2002

Bruno Baumann hat in Zusammenarbeit mit dem Tibet House Delhi für das Rahmenprogramm der Kalachakra for World Peace eine Ausstellung zum Thema „Tibetischer Buddhismus – Eine lebendige Tradition“ realisiert.

 

Tibetischer Buddhismus

Eine Reise in Bildern

Die Konzeption der Ausstellung basiert auf einer Idee des S.H. des 14. Dalai Lama und wurde durch Lama Doboom Tulku, Direktor des Tibet House Delhi, gemeinsam mit Bruno Baumann umgesetzt. Die Bilder wurden von Bruno Baumann im Zuge von Reisen zu ausgewählten Plätzen inTibet, Indien und Nepal fotografiert. Sie zeigen das ganze Spektrum des gelebten tibetischen Buddhismus.

 

Das monastische Leben

Dieser Bereich der Ausstellung gilt dem Rückgrat des tibetischen Buddhismus, nämlich der monastischen Tradition. Hier werden die verschiedenen Lehrtraditionen und ihre Begründer gezeigt sowie die wichtigsten Rituale und kultischen Handlungen im Leben von Mönchen und Nonnen. Auch die besondere Rolle des Guru wird dargestellt. Ist er es doch, der durch seine Lehrtätigkeit und sein Beispiel die Schüler auf dem spirituellen Pfad führt und leitet.

 

Der Volksglaube

Dieser Teil der Ausstellung ist der religiösen Praxis der Laien gewidmet. Hier wird sichtbar, daß der tibetische Buddhismus praktisch alle Lebensbereiche durchdringt. Der Bogen spannt sich von einfachen religiösen Handlungen, die täglich am Hausaltar durchgeführt werden, über eine Vielzahl von Ritualen, die der Verehrung von Buddhas und Bodhisattvas dienen, dem Rezitieren von Gebeten und Mantras, dem Durchführen von Opfern bis hin zu Meditationspraktiken, die denen der Mönche und Nonnen gleichen. Zum Laienstand gehören auch jene Adepten, die den Weg der extremen Askese einschlagen und ein Leben alsYogi inAbgeschiedenheit führen.

 

Wechselseitige Beziehungen

In diesem Teil der Ausstellung werden die engen und vielfältigen Beziehungen aufgezeigt, die zwischen den Gläubigen und der Gemeinschaft der Mönche und Nonnen existieren. Gläubige besuchen und unterstützen die Klöster regelmäßig. Sie kommen, um Gebete zu verrichten, Opfer darzubringen und an religiösen Zeremonien teilzunehmen. Mönche und Nonnen wiederum kümmern sich seelsorgerisch um die Laien. Sie weihen Hausaltäre ein, zelebrieren Pujas oder andere Rituale bei Geburten, Heiraten, Todesfällen. Sie helfen bei Krankheit und Schicksalsschlägen. Beim Eintritt in einen Sangha reißen die familiären Beziehungen nicht ab. Mönche oder Nonnen besuchen ihre Familien von Zeit zu Zeit oder die Verwandten kommen zu Besuch ins Kloster.

 

Pilgerschaft

Ein wichtiger Bestandteil buddhistischer Praxis ist die Pilgerschaft. Buddhistische Pilgerstätten gibt es im gesamten Himalayaraum. Das sind in erster Linie jene Orte, die mit dem Leben des Buddha Sakyamuni in Verbindung stehen. Als Kraftorte, zu denen man pilgert, gelten auch die 24 heiligen Plätze der Gottheit Cakrasamvara (Demchog) sowie bestimmte Berge, Seen, Höhlen, die durch das segensreiche Wirken von erleuchtetenWesen getränkt sind. Auch die wichtigsten Klöster Tibets wie der Jokhang in Lhasa, Samye, Tsurphu, Sakya sind Ziele von Pilgerreisen.

 

Tibetische Medizin, Astrologie und sakrale Kunst

Die buddhistische Tradition kennt eine ganze Reihe von wissenschaftlichen und künstlerischen Disziplinen, die zwar in den Klöstern vermittelt werden, aber nicht nur Mönchen und Nonnen vorbehalten sind. Dazu gehören Medizin, Astrologie, Architektur, die Thangka-Malkunst, die Herstellung von Mandalas, Holzschnitzkunst und die sakrale Musik.

 

Tibetischer Buddhismus

Eine Reise in Bildern

Die Ausstellung basiert auf einer Idee Seiner Heiligkeit des 14. Dalai Lama und wurde durch das Tibet Haus in Delhi gemeinsam mit Bruno Baumann und seinen Fotografien umgesetzt. Die einzigartigen Fotos wurden von Bruno Baumann im Zuge von Reisen zu ausgewählten Plätzen in Tibet, Indien, Nepal, Bhutan, Sikkim und der Mongolei fotografiert. Sie zeigen das gesamte Spektrum des gelebten tibetischen Buddhismus. Sowohl die monastische Tradition als auch der Volksglauben in den betreffenden Regionen finden ihren Platz. Die Ausstellung besteht aus vier Teilen. Diese Gliederung und die Anordnung der Objekte lassen den Besucher gleichsam einen Entwicklungsweg folgen, der von der Entstehung des Buddhismus in Indien bis in die Gegenwart führt.

 

Teil I: Dieser Bereich zeigt den Ursprung des Buddhismus in Indien. Wichtige Stationen im Leben des Buddha von seiner Geburt in Lumbini, seiner Erleuchtung unter dem Bodhi Baum bis hin zum ersten In-Bewegung-Setzen des Rades der Lehre in Sarnath, werden durch Fotos alter Thangkas und Wandmalereien dargestellt. Andere Motive zeigen Örtlichkeiten an denen der Buddha wirkte. Zentrale Ideen seiner Lehre werden audiovisuell erläutert.

 

Teil II: In diesem Bereich der Ausstellung wird gezeigt wie und auf welchen Wegen die Lehre des Buddha nach Tibet gelangte. Wichtige Mittlergestalten aus dem Kreise indischer Gurus, Gelehrte, Übersetzer und königliche Förderer werden dargestellt. Darüber hinaus wird die Entwicklung der vier Haupttraditionen des tibetischen Buddhismus - Nyingma, Gelug, Kagyu, Sakya - aufgezeigt und über das Wirken ihrer Gründer und bedeutendsten Lehrer informiert.

 

Teil III: Hier werden die monastischen Traditionen und das Leben in den Klöstern fokussiert. Gezeigt werden Aufnahmen von wichtigen Zeremonien und Ritualen wie die Ordination von Mönchen oder die komplizierte Erschaffung eines Mandala-Opfers. Dem Besucher wird ein Einblick ins tägliche Leben von Mönchen und Nonnen in den Klöstern gewährt. Er bekommt damit einen Eindruck, wie Mönche und Nonnen für die verschiedenen Aufgaben, die sie später in der tibetischen Gesellschaft zu erfüllen haben, unterrichtet und vorbereitet werden.
Hier wird offenbar, wie eng die klösterliche Gemeinschaft mit der Gesellschaft verwoben ist.

 

Teil IV: In diesem Teil der Ausstellung wird gezeigt, wie Gläubige dem Pfad folgen, den Buddha einst vorgezeichnet hat. Wobei die Praktiken, die zu spiritueller Entwicklung führen, für den Laien als auch für denjenigen, der einer klösterlichen Gemeinschaft angehört, sehr ähnlich sind. Dieser Bereich eröffnet dem Besucher einen Einblick sowohl in die Volksfrömmigkeit mit einfachen religiösen Handlungen als auch in die tiefer gehenden Bereiche buddhistischer Tradition wie Belehrungen und Initiationen oder Klausuren.

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