Tibets letztes Geheimnis – Auf der Suche nach Shangri-La

ZDF

 

ZDF Expedition - Magische Welten

Shangri La – Spurensuche in Tibet
Sonntag, 23. April 2006, 19.30 Uhr

 

Ein uralter Mythos, eine versunkene Stadt, eine unbekannte Kultur: Ein Abenteuer, das nach Indiana Jones klingt, ist Wirklichkeit geworden. In der Gebirgswüste Tibets sucht der Abenteurer Bruno Baumann mit einem ZDF-Team nach dem legendären Shangri La – einem Paradies im Himalaja, an dem buddhistische Mönche die geistigen Schätze der Menschheit bewahrten. Wie viel Wahrheit steckt hinter der Legende? Zum ersten Mal überhaupt gelang es einem Fernsehteam in das seit Jahrzehnten von China gesperrte Grenzgebiet zu Kaschmir vorzustoßen. Zu Fuß, mit Geländewagen und mit Schlauchbooten im Wildwasser des Sutlej. Was die Expedition entdeckt, ist eine archäologische Sensation: die Überreste einer versunkenen Kultur, die lange nur als Mythos existierte. Das legendäre Silberschloss im Garuda-Tal, die Königsresidenz des sagenumwobenen Shang-Shung-Reiches ist kein Märchen, sondern Realität! Ganz in der Nähe die Reste einer steinzeitlichen Siedlung, die noch kein Europäer gesehen hat. In der grandiosen Landschaft der tibetischen Gebirgswüste wird es nach dieser Dokumentation Arbeit für viele Archäologengenerationen geben.

Der unzugängliche paradiesische Ort im Hochland von Tibet, an dem nach buddhistischem Verständnis die geistigen Schätze der Menschheit aufbewahrt werden, ist ein uralter und zugleich sehr junger Mythos. Shambala heißt der heilige Bezirk, von dem bereits einige buddhistische Reisende vergangener Jahrhunderte berichtet haben. Auch der russische Künstler Nicholas Roerich, der Tibet in z ahlreichen Expeditionen erkundete, schildert in seinem Buch "Shambala" den geheimnisvollen Ort. Der bekennende Buddhist will ihn selbst betreten haben. Durch ihn inspiriert, schrieb James Hilton seinen in den 1930er Jahren äußerst populären Roman "Lost Horizon". 1937 kam der gleichnamige Hollywood-Spielfilm in die Kinos – damals der "teuerste Film aller Zeiten". Roman und Film handeln von der Rettung Überlebender eines Flugzeugabsturzes, die in dem paradiesischen Kloster "Shangri La" Aufnahme finden.

Aus dem alten, kaum bekannten Mythos "Shambala" ist der neue, in Europa und Amerika berühmte Mythos "Shangri La" geworden. Doch die Berichte über das Paradies im Himalaja sind umstritten. Niemand weiß, ob sie Fakten oder Fiktionen wiedergeben. Wie viele Fachleute bezweifelt Bruno Baumann die Zuverlässigkeit von Nicholas Roerichs Darstellung. Dennoch ist er davon überzeugt, dass die Shambala-Legende auf einen realen Kern zurückgeht.

Da es nur wenige schriftliche Quellen gibt, muss er für diese Expedition das in den Klöstern mündlich überlieferte Wissen der buddhistischen Mönche auswerten. Das sind naturgemäß weniger exakte Geschichtswerke, als vielmehr Legenden mit wahrem Kern, die der Tibetexperte erst dekodieren muss. Die Suche nach Shambala führt Bruno Baumann und das ihn begleitende ZDF-Team nach einer strapaziösen, abenteuerlichen Überquerung des Himalaja-Hauptkammes zu Fuß immer weiter ins Landesinnere und immer tiefer in die Geschichte Tibets.

Die Dokumentation zeigt die weltweit ersten Bilder von bisher unbekannten Relikten der so genannten Shang-Shung-Kultur. Nie zuvor ist das sagenhafte "Silberschloss im Garuda-Tal" gefilmt worden. Bisher existierten nur 70 Jahre alte Fotos von dieser einzigartigen Komposition aus menschlicher und natürlicher Architektur, geschossen von Giuseppe Tucci, einem italienischen Tibetologen. Seitdem blieb das Silberschloss unzugänglich. Baumanns abenteuerlicher Gewaltmarsch in die versunkene Welt von Shambala und die erfolgreiche Suche nach dem Mythos Shangri La inmitten der majestätischen Landschaft des Himalaja verdichtet sich zu einer atemberaubenden "ZDF Expedition".

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