Der Wüstengänger

Gobi · Takla Makan · Sahara

Im Oktober 2003 gelang es Bruno Baumann als erster Mensch das Herzstück der Wüste Gobi – eine Art "Himalaya des Sandes" mit den höchsten Dünen der Welt - im Alleingang zu durchqueren. Der Verwirklichung dieser kühnen Idee war Höhepunkt und krönender Abschluß eines langen Erfahrungsweges, der ihn über einen Zeitraum von anderthalb Jahrzehnten durch die größten Wüsten der Erde führte.

Ob bei der Durchquerung der Takla Makan mit einer Kamelkarawane, beim Marsch durch die Gebirgswüste des Transhimalaya in Tibet, oder auf der langen Reise von Schwarzafrika bis zum Mittelmeer quer durch die Sahara, stets werden persönliche Erlebnisse und Abenteuer mit profunder Kenntnis der jeweiligen Kultur verwoben.

Immer wieder zog es ihn in die Gobi. Schon im Jahre 1994 bei der Suche nach der "Schwarzen Stadt" Marco Polos, der eindrucksvollsten Ruinenstadt aus der Seidenstraße, wurde der Grundstein für den späteren Gobi Solo Erfolg gelegt. Damals gelang es der Expedition, die den Status eines UNESCO-Projektes hatte, das Sandmeer der Gobi erstmals mit einer Karawane zu durchqueren. Dennoch sollte der erste Versuch eines Alleinganges im Jahre 1996 scheitern. Erst sieben Jahre später und nach einer Reihe weiterer Wüstenabenteuer gelang das scheinbar Unmögliche.

Bruno Baumann versucht in diesem Vortrag dem Faszinosum Wüste nachzuspüren. Er zeigt sie in ihrer ganzen Schönheit als ein Art Gesamtkunstwerk, aber auch in ihrer Ambivalenz zwischen Kargheit und Lebensfülle, zwischen unendlicher Freiheit und quälenden Entbehrungen. Und er gibt Antwort darauf was es ist, das Menschen seit jeher in die Wüste zieht und sie nicht mehr losläßt.

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